ANN MBUTIEssay: Based on True Events – Okt. 2025
Essay für den Ausstellungskatalog zu Poulomi Basus Ausstellung «Phantasmagoria» im Fotomuseum Winterthur (25.10.2025-15.02.2026);
Sprache: Deutsch, Englisch.
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Die Künstlerin und Aktivistin Poulomi Basu (geb. 1983 in Kalkutta, lebt und arbeitet in London) zeigt in ihrer kreativen Arbeit spekulative Zukunftsvisionen, die Gedanken über das heutige Leben ihrer Protagonistinnen mit der Suche nach Wegen zur Selbstermächtigung und zum Widerstand verbinden. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die enge Verflechtung ökologischer und feministischer Themen sowie auf die Geschichten von Frauen, die wie sie aus dem Globalen Süden kommen und an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Basu kombiniert Fotografie mit Virtual Reality, Film und Performance. Sie nutzt das aktivistische Potenzial dieser Medien, um die Aufmerksamkeit auf Menschen zu lenken, die von der Gesellschaft ausgegrenzt werden und Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt sind.
Das Buch Phantasmagoria, das anlässlich der ersten institutionellen Einzelausstellung von Poulomi Basu im Fotomuseum Winterthur veröffentlicht wurde, gibt zum ersten Mal einen Überblick über ihre wichtigsten Arbeiten. Essays der Wissenschaftlerin Breanne Fahs, der Kulturkommentatorin und Autorin Ann Mbuti sowie der Autorin und Kulturwissenschaftlerin Mithu Sanyal analysieren Basus Kunst aus verschiedenen Blickwinkeln. In einem Gespräch mit der Kuratorin Bindi Vora diskutiert die Künstlerin Selbstliebe als emanzipatorische Praxis, Menstruation als politischen Akt und das Konzept der Doku-Fiktion. Ein Glossar des indischen Soziologen Moubani Maitra kontextualisiert Schlüsselbegriffe und bietet weiteren Zugang zu Poulomi Basus Werk und Schwerpunkten.